Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz

"Deine Güte ist die Sonne von der wir leben."
Unter diesem Psalmwort aus dem Psalm 36 wurde am 22. September 2017 zu einem Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz eingeladen. Zu diesem besonderen Gottesdienst in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche kamen 145 Menschen aus unserer Kirchengemeinde und 3 Altenheimen.


Der Gottesdienstraum war gut gefüllt.

In Zusammenarbeit mit den Rummelsbergern war es möglich interessierte Menschen aus den Altenheimen St. Lorenz Stift und Hermann-Bezzel-Haus mit Bussen zur Gustav-Adolf-Gedächtniskirche zu fahren (ein Dank gilt hier auch den zahlreichen Schülerinnen und Schülern der Pflege der Rummelsberger). Auch der Fahrdienst der Diakoniestation Lichtenhof war beteiligt und ermöglichte es langjährigen Gemeindegliedern mal wieder einen Gottesdienst in ihrer Kirche zu erleben. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenheime war es ein besonderes Erlebnis in der Kirche, in der sie getauft oder getraut wurden, einen Gottesdienst zu feiern. 
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Käthe-Hirschmann-Heimes (CAG) hatten sich zu Fuß auf den Weg zu ihrer Kirche gemacht um diesen Gottesdienst mitzufeiern. 

Ein besonderer Gottesdienst - mit traditionellen Kirchenliedern. Markus Nickel (Dekanatskantor) begleitete an der Orgel. Zusammen mit einem Team aus den Einrichtungen der Rummelsberger, gestaltete Pfarrerin Julia Popp den Gottesdienst.

Zitat aus der Predigt: [...]Manchmal fällt es leicht, Gott dankbar zu sein. Weil es einem gut geht, weil es schöne Dinge gibt, an die man sich gern erinnert. Ein Besuch einer lieben Person, ein Blumenstrauß, das Lieblingsessen auf dem Speiseplan, ein Spaziergang oder eine Spazierfahrt bei den letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. Da gibt es Zeiten, in den wir dankbar sind – in denen es leicht fällt Danke zu sagen. Danke, Gott, dass du die Sonne in mein Leben bringst. Deine Güte ist die Sonne von der wir leben.

Und dann gibt es Zeiten da fällt es schwer dankbar zu sein. Gott mutet uns auch schwere Zeiten zu, frostige Zeiten – in denen die Sonne schwer zu erkennen ist und alles trostlos erscheint. Wie eine Sonnenblume, die verblüht ist, braun und vertrocknet. Aber Gott lässt uns nicht allein in diesen Zeiten. Deine Liebe ist unvergleichlich. Du bist unser Gott, du breitest deine Flügel über uns und gibst uns Schutz. Heißt es weiter im Ps 36. [...]


Zum Ende des Gottesdienstes gab es die Möglichkeit sich persönlich segnen und salben zu lassen - viele GottesdienstbesucherInnen nahmen dieses Angebot gerne an.

Salbung und Segnung

Salbung und Segnung

Am Ausgang gab es als Erinnerung an den Gottesdienst für jede Besucherin und jeden Besucher eine Sonnenblume aus Papier. Gebastelt von den Kindern aus dem Kinderhaus Halskestraße (Rummelsberger), die damit den Seniorinnen und Senioren eine große Freude machten.

Bei einer Tasse Kaffee oder Tee gab es noch die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kirchenkaffee

Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst

Viele Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes verweilten noch auf ein Tässchen im Foyer der Kirche, bevor sie wieder in den strahlenden Sonnenschein des Nachmittags hinausgingen. Denn die Sonne leuchtete uns wunderbar an diesem Nachmittag.